Weltbeste Schokocreme

Früher war ich ein absoluter Chocoholic. Für mich gab es die Einheit „Stückchen“ schon gar nicht mehr, es musste gleich eine ganze Tafel sein. Irgendwann fiel mir dann auf, dass ich so ungefähr ab dem zweiten Stück gar nicht mehr genieße sondern nur noch wie ferngesteuert nachschiebe. Das war dann auch ungefähr der Punkt, an dem ich meinen Süßigkeitenkonsum mal überdachte und daraufhin deutlich zurückschraubte. Mittlerweile kaufe ich schon seit einigen Monaten keine Süßigkeiten mehr und esse höchstens bei der Arbeit mal einen Keks oder ein Stück Lakritz (was ich dann aber auch richtig genieße). Ich habe keine Ahnung, woran es liegt, aber Heißhunger habe ich glücklicherweise nicht ernsthaft. Jedenfalls nicht auf Naschis. Nichtsdestotrotz finde ich den Geschmack von Kakao immer noch seeeeeehr lecker, nur dieses „schmierige“ Gefühl, was Schokolade im Mund verursacht mag ich überhaupt nicht mehr. Alternative Formen sind da die Trinkschokolade (deren Zubereitung so simpel ist, dass ich sie eher nicht erläutere) oder die Schokocreme für auf ’s Brot. Und schon sind wir beim Problem: es gibt einfach nichts vernünftiges zu kaufen! Und ich gucke nach so etwas ja schon ausschließlich im Bio-Bereich…

Entweder es ist Milch drin, was ich nicht unbedingt haben muss. Oder es explodiert vor Zucker. Bei Palmöl bin ich auch tendenziell eher vorsichtig. Und dann gibt es ja leider selbst unter Bio-Produkten noch diejenigen mit einer Zutatenliste wie vom Vielsafttrank. Nee danke, da lege ich lieber selbst Hand an. Noch von meiner Oma kannte ich das simple Rezept der „Schokobutter“ das da heißt, Butter, Honig und Kakaopulver nach belieben zu vermischen. Relativ simpel und zufriedenstellend allerdings fehlte mir da immer noch etwas, um den Geschmack abzurunden und nicht jede einzelne Zutat zu deutlich herausschmecken zu lassen. Und endlich, ENDLICH bin ich drauf gekommen. Deshalb hier mein ungefähres Rezept:

1 Teelöffel Margarine

1-2 Teelöffel Honig

1-2 Teelöffel Kakao

und…täterätäääää: 1 Teelöffel Erdnussmus!!!

Ich habe das ganze auf einer Untertasse mit einer Gabel zermatscht bis es gut durchmischt war. Ich kann mir allerdings auch vorstellen, dass es sich sehr gut im Wasserbad vermischen lässt und dann auch hinterher wieder aushärtet. Außerdem ist sehr deutlich zu sehen, dass die Mengenangaben nach Gefühl und Geschmack sind. Nächste Woche werde ich wohl die Wasserbadidee durchführen und dann gleich ein ganzes Glas machen, dann kann ich genauere Mengen hinzufügen.

In der spontanen Version war ich jedenfalls sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Natürlich ist es immer noch weit davon entfernt, gesund zu sein aber das war ja auch gar nicht mein Ziel. Und wenn ich täglich eine Scheibe Brot mit dem Zeug esse wird mich das auch nicht krank machen. Vor allem wenn die Alternative Marmelade wäre…

Und noch ein paar Veränderungsvorschläge:

Wer den Erdnussgeschmack nicht so sehr mag kann natürlich auch jedes andere Nussmus verwenden. Ich mag das so aber sehr gerne und finde anderes Nussmus ehrlich gesagt auch zu teuer.

Ich bin ein sehr kakaoliebender Mensch, weshalb ich meine Schokocreme eher in Richtung zartbitter mache. Wenn man das nicht so mag kann man natürlich weniger Kakao (und vielleicht etwas mehr Honig und Nussmus) nehmen.

Genauso kann man es natürlich den anderen Vorlieben anpassen. Statt Honig lässt sich garantiert auch Agavendicksaft oder andere sirupartige Süße verwenden. Nur zu flüssig sollte es nicht sein, sonst läuft die Creme weg. Aber natürlich kann man auch die Margarine durch Butter ersetzen wenn man das lieber mag oder gerade da hat.

Und zu allerletzt lässt sich natürlich auch noch mehr rein tun: Kokosraspeln, gemahlene Nüsse, geröstete Nüsse… Der Fantasie sind da quasi keine Grenzen gesetzt.

Na denn, viel Spaß beim Nachmachen, guten Appetit und schönes Wochenende!

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